Alex Max Band - We've All Been There

24.09.2010, Rock/Pop
© EMI

Filmplakat Alex Max Band - We've All Been There

Tracklist

1. We've All Been There
2. Tonight
3. Forever Yours
4. Will Not Back Down
5. Please
6. Without You
7. Only One
8. Leave (Today Is The Day)
9. Never Let You Go
10. Euphoria
11. What Is Love
12. Start Over Again
13. Love (Bonus Track)

Kritik von Thomas Ays

„Here I am!“, so lautet der erste Satz auf dem neuen Album von Alex Max Band, der sich in Deutschland mit Zweitnamen ausgeben muss, weil es hier bereits eine (vollkommen unbekannte) „Alex Band“ gibt. Fünf Jahre hat er für die Veröffentlichung gebraucht, nachdem Streitigkeiten mit der Plattenfirma die Gesangs- und Solokarriere erst einmal auf Eis gelegt hatten. Der ehemalige Sänger von The Calling war viel zu lange weg aus unserem Radio und kehrte ja bereits Anfang 2010 mit der Single „Tonight“ in unsere Ohren zurück. Monate später, Ende September, dann endlich die Albumveröffentlichung.
Noch immer hat die Stimme des fast 30jährigen Amerikaners nichts von Wirkung und Charisma, vor allem aber von ihrer Einzigartigkeit verloren. Bereits im ersten Song, „We've All Been There“ klingt er wieder wie immer, wie bei The Calling. Es hat sich nichts geändert. Es geht um Liebe auf dem ersten Alex Band-Soloalbum, wobei er ja auch schon bei The Calling Einzelkünstler war, wie er uns im Interview erzählte. Das Label war daran interessiert, ein Band-Image aufzubauen, eine bestimmte Schiene zu fahren. Damit räumt Alex Band nun auf. Kein Label wollte seine Musik veröffentlichen, also gründete er kurzerhand selbst eines und brachte seine Musik in den USA ohne fremde Hilfe auf den Markt. In Europa hat diese Arbeit das Label EMI übernommen, wofür die deutschen Fans sicherlich sehr dankbar sind, schließlich haben sie Alex Band all die Jahre die Treue gehalten.
Alex Band besingt in seinen dreizehn Songs weitestgehend sowohl das Gefühl der Liebe, als auch eine bestimmte Person. Die durchgängige Botschaft ist eindeutig. Nach der ersten Auskopplung „Tonight“ wird es mit „Forever Yours“ wieder gefühlvoll und auch die Ballade „Will Not Back Down“ glänzt durch eine emotionale Stimme und viel Leidenschaft. Nach einem eher durchschnittlichen „Please“ ist „Without You“ erneut ein kleines Highlight auf diesem neuen Album. Es ist zwar wieder mit dem typischen Alex Band-Sound ausgestattet, das Endergebnis kann sich jedoch durchaus sehen lassen.
Nach „Only One“ ist „Leave“ als echtes Herzstück auf „We've All Been There“ zu kennzeichnen. Hier reißen die Emotionen nicht ab und die gewählten Töne und Worte berühren ungemein. Dagegen sind „Never Let You Go” und “Euphoria” wieder eher durchschnittlich und wenig besonders geworden. Den Schluss bilden die wieder eindrucksvoll gesungenen „What is Love“, „Start over again“ und „Love“, der als Bonustrack gekennzeichnet ist.
Alex Band hat die letzten Jahre viel durchgemacht, um seine Musik wieder einem breiten Publikum zugänglich machen zu können. Die Zeiten, in denen er The Calling hieß, sind nun vorbei und die Karriere von Alex Max Band kann beginnen. Unterm Strich ist sicherlich noch Luft nach oben, da nicht alle Songs wirklich eingängig, beziehungsweise eher durchschnittlich und zu poppig geraten sind. Die wirklich charismatischen Songs über Liebe und Leidenschaft überwiegen jedoch und zeigen, was dem Sänger gerade wichtig ist. Beim nächsten Album, das hoffentlich nicht wieder solange dauert, darf es dann aber auch gern rockiger und abwechslungsreicher werden, schließlich kennen wir auch das von Alex Band, wenn man an „Adrienne“ oder „Stigmatized“ denkt.

Bewertung

Thomas Ays Thomas Ays vergibt 4 von 5 Ms